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Ausgezeichneter Urlaub


Thomas Mitterer bietet auf seinem Hof in Ilzham bei Obing neben Urlaub auf dem Bauernhof auch Lernprogramme für Kindergruppen. Dafür gab es jetzt eine Auszeichung.

OBING. Mit vier Sternen darf Thomas Mitterer aus Ilzham bei Obing künftig seinen Bauernhof schmücken: Das „BundesForum Kinder- und Jugendreisen” aus Berlin ehrte den 31-Jährigen in der vergangenen Woche auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) in München.
Mitterer bietet Urlaub auf dem Bauernhof an und hat sich am Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen, einem bundesweiten Verfahren zur Zertifizierung und Klassifizierung von Kinder- und Jugendunterkünften, beteiligt. Strenge Kriterien müssen dafür erfüllt werden, vom Brandschutz über Komfort bis zur Hygiene. Der „Seiml-Hof” ist eine der ersten QMJ-Einrichtungen in Bayern und die erste Einrichtung, die „Urlaub auf dem Bauernhof” anbietet.

Besonderes Lob bekam der Landwirt für die pädagogischen Lernprogramme, die er auf seinem Bauernhof anbietet. „Ich zeige den Kindern zum Beispiel, wie aus Korn Brot gemacht wird oder aus Milch Käse.” Dabei steht im Vordergrund, dass die Kinder selbst mit anpacken können. „Die haben unglaublichen Spaß daran.”

Bis zu 50 Personen können auf dem Seiml-Hof übernachten. „Urlaub auf dem Bauernhof bieten wir schon seit 30 Jahren an.” Zudem betreibt Mitterer eine Landwirtschaft mit 160 Stück Fleckvieh, darunter 70 Milchkühe. Vor vier Jahren hat er den Hof von seinen Eltern übernommen, seither vieles umgestaltet. „Momentan bin ich dabei, einen großen Aufenthaltsraum für die Besucher zu bauen.”
Ein Großteil der Kindergruppen, die ihn für einen oder mehrere Tage besuchen, kommt aus München. „Das sind meist Kindergärten, Behindertengruppen und Schulklassen.” Aber auch Erwachsene nehmen an den Programmen teil, so Mitterer. „Es waren schon Vereine zu Besuch und kürzlich hat sogar eine Brauerei hierher ihren Betriebsausflug gemacht.

Regelmäßig besucht Annemarie Schmitt mit Kindern den „Seiml-Hof”. Sie ist Erzieherin an einer Grund- und Sprachförderschule in München. „Die Kinder machen dort tolle Erfahrungen und wollen am liebsten gar nicht mehr heimfahren.” Schmitt würde es begrüßen, wenn allen Kindern solche Ausflüge angeboten würden. „Die meisten wissen ja nur, dass die Milch aus dem Supermarkt kommt.”

Erfahrungen dieser Art hat Thomas Mitterer schon zur Genüge gemacht. „Es ist schon verrückt, was die Kinder alles für Fragen stellen”, erzählt er. „Da ist das Klischee, dass Kühe lila sind, noch das Geringste.” Silage werde oft als Misthaufen betitelt und Milch gebe die Kuh ja von Haus aus. „Sogar die Erwachsenen berücksichtigen nicht, dass eine Kuh nur dann Milch gibt, wenn sie gekalbt hat. Dabei ist das doch logisch.” Sein „Lernort Bauernhof” liegt dem Obinger am Herzen. „Es ist so wichtig, dass die Kinder wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen.”

Judith Schmidhuber 30.09.2008 / Chiemsee Nachrichten Nr. 40/08 02.10.2008


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July 13. 2016 23:05:07