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Schüler legen Umweltbildungsgarten an

Obing (ig). Thomas Mitterer vom Verein „Chiemgauer Schulbauernhof“ möchte mit der Anlage eines Heckenlehrpfades in Ilzham bei Obing einen Beitrag leisten zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Schon in der Umsetzung des Vorhabens werden Kinder und Jugendliche in die Arbeiten in und mit der Natur einbezogen. Dass dieses umweltpädagogische Konzept aufgeht, zeigten die Aktionstage zweier fünfter Klassen der Obinger Volksschule und einer Endorfer Schulklasse auf Mitterers Seimlhof.



Wegebauer in Aktion: Am Seimlhof in Ilzham bei Obing soll ein Heckenlehrpfad entstehen. Schon beim Anlegen wurden Schulklassen einbezogen.

Die Schüler pflanzten 170 Sträucher für die Schulerlebnishecke und legten mit Holzstangen und Kies einen Pfad mit vielen Stufen mitten zwischen Bäumen und Sträuchern im verhältnismäßig steilen Gelände zwischen Thomas Mitterers Obstwiese und der Straße an.

Die Obinger Lehrerinnen Renate Reinhart und Gerti Schwoshuber hatten ihre Schüler im Unterricht optimal auf die Pflanzaktion vorbereitet. Jeder konnte sich einen Strauch aussuchen und musste zunächst die wichtigsten Informationen zusammentragen über „seine“ Pflanze, um darüber ein Kurzreferat zu halten, damit auch die anderen Schüler etwas über diese Pflanze wissen. So entwickelten die Schüler eine persönliche Beziehung zu ihrem Strauch und lernten viel – tatsächlich erkannten viele ihre Pflanze wieder, als Landschaftsplaner und Naturführer Carsten Voigt die Sträucher zum Einpflanzen austeilte.

Unter Anleitung von Carsten Voigt und Förster Josef Würfl wurden in Gruppen Pflanzlöcher gegraben, Sträucher eingesetzt und gewässert und schließlich sogar beschnitten, damit die jungen Büsche erst einmal gut festwachsen können, bevor sie sich in die Höhe ausbreiten. Andere Schüler bauten unter Anleitung von Thomas Mitterer Wege, legten Stämme als Treppenstufen und füllten die Flächen dazwischen mit Kies auf.

Nicht nur die Natur profitiert von der Hecke, denn Hecken sind ein wichtiges Strukturelement in der landwirtschaftlich genutzten Landschaft und bieten weiteren Pflanzen und vielen Tieren Lebensraum. Die Lehrerinnen betonten, dass die Schüler so soziale Kompetenzen aufbauen. „Viel mehr als sonst helfen die Kinder sich gegenseitig und gehen Aufgaben gemeinsam an“, stellte Gerti Schwoshuber fest.

Weitere Helfer unterstützten das Vorhaben: Der Landschaftspflegeverband übernahm die Planung der Pflanzung und beschaffte die Pflanzen, die Grabarbeiten für den Weg oberhalb der Straße erledigte der Baggerbetrieb Engelbert Stöcklhuber aus Aiglsham. Die Stufen im Gelände bearbeiteten Zimmerer Bernhard Huber aus Kienberg und Mitarbeiter des Maschinenrings Traunstein. Die Kindergruppe des Gartenbauvereins, die „Coolen Würmer“, pflanzten die Sträucher, die die Schüler in der Unterrichtszeit nicht mehr geschafft hatten.

Mitterer sieht in der Pflanzaktion den Beginn eines Jahresprojekts. Denn die Schüler werden die Sträucher über das Jahr beobachten und betreuen, weitere Aktionen an der Schulerlebnishecke werden stattfinden unter Mithilfe des Imkervereins Obing-Pittenhart, des Obinger Gartenbauvereins und des Bund Naturschutz. Geplant sind unter anderem der Bau von Stein- und Totholzhaufen, die Pflanzung eines „Bienenbaums“, ein Insektenhotel und später einmal auch die Ernte und die Verwendung der Früchte – einige alte Büsche sind in die Schulerlebnishecke einbezogen und werden dieses Jahr schon Beeren liefern.

Eine offizielle Eröffnung wird es auch noch geben, sogar Umweltminister Markus Söder hat für den 19. Mai den Besuch des Heckenlehrpfades am Seimlhof in seinem Terminkalender.

Artikel erschienen am 20.04.11 in Chiemgau Online
 


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July 13. 2016 23:05:07