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Heckenprogramm (2011)

Umweltpädagogisches Projekt 2011
„Die Hecke – ein lebendiger Zaun“

Warum sollen Hecken geschützt werden?
Hecken gibt es in der modernen, intensiven Landwirtschaft kaum noch. Wiesen und Äcker werden intensiv bewirtschaftet und genutzt. Der Lebensraum für viele Tiere und Pflanzenarten geht dadurch verloren. Wir möchten die Teilnehmer (alte und junge) darüber informieren, sie aktiv erleben lassen, was in der „Hecke“ alles steckt. Das Miteinander von Natur und Mensch soll dabei im Mittelpunkt stehen.

Was wollen wir erreichen?
Wir wollen in unserem Projekt „Die Hecke – ein lebendiger Zaun“ im Jahr 2011 einige Flächen vom Seimlhof bzw. Ausgleichsflächen der Gemeinde Obing mit verschiedenen Baum- und Straucharten bepflanzen und mit den Zielgruppen über das Jahr hinaus betreuen und pflegen. Das Ziel ist dabei, die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Tun in der Natur zu animieren, den Menschen Wissen über die Natur zu vermitteln sowie Nachhaltigkeit berücksichtigen und praktizieren.

Wen wollen wir ansprechen?
Das Projekt ist ein generationenübergreifendes Projekt mit nachhaltigem umweltpädagogischem Ansatz. Die Angebote sind für alle Generationen ausgerichtet: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen.
Besonders ansprechen wollen wir mit unserem Projekt jedoch Schulklassen und Vereinsgruppen in der Region, die die Bepflanzung über ein Jahr betreuen. Es sind Gruppengrößen von 15 – 20 Personen geplant.
Zusätzlich werden Kurse für interessierte Familien, Jugend- und Kindergruppen sowie Urlauber angeboten, die Hintergrundwissen vermitteln und jeweils eine Momentaufnahme der Hecke im Jahreslauf zeigen.

Wie wollen wir die Menschen ansprechen?
Ortsansässige Grundschulklassen sowie beheimatete Vereinsgruppen, betreut durch den ausgebildeten Erlebnisbauern Hr. Mitterer sowie dem Förster Hr. Würfl, werden sich jeden Monat an den jeweiligen Flächen treffen. Dort sind verschiedene Aktionen je nach Jahreszeit geplant.

Die Teilnehmer werden die Hecke im Jahreslauf durch eine Mappe dokumentieren. Diese beinhaltet unter anderem Beobachtungsblätter sowie ein Blüten- und Blätteralbum. 

  • Im März ist die öffentliche Auftaktveranstaltung mit den verschiedenen Gruppen an einem Standort geplant. Dabei sollen die verschiedenen Pflanz- und Pflegeflächen vorgestellt und allgemeine Grundlagen vermittelt werden. Die verschiedenen Gruppen sollen dann zusammen mit dem Förster die geplante Hecke pflanzen.
  • Im April ist das Thema „Der Hase und die Hecke“. Die Hecke als Lebensraum und Nahrungsquelle für den Hasen und andere Tiere.
  • Im Mai widmen wir uns der Heckenpflege. Wir schneiden Wege und Labyrinthe aus und sorgen für den Sichtschutz und Sicherheitsabstand zur Straße für Fußgänger. Hierbei erörtern wir den Nutzen der angelegten Hecke. Was erwarten wir von einer fruchttragenden Hecke und welche Lebensräume bietet sie für seltene Tierarten? Unsere Tiere auf der Weide schätzen die Hecke als zusätzliches Mineralfutter und bei der Pflege der Hecken nutzen wir die nachwachsenden Energien.
  • Im Juni erkunden wir die Tiere und Insekten der Hecke. Wir lauschen dem Heckenkonzert der Vögel und betrachten das Zusammenspiel von Fauna und Flora.
  • Im Juli blüht die Hecke und trägt bereits die ersten Früchte. Wir erkunden welche Beeren und Sträucher es in der Hecke gibt. Wie setzt sich eine vielfältige Hecke zusammen?
  • Im August beginnen wir mit der Ernte von Früchten z.B. Holunderbeeren, Mirabellen und Verarbeiten sie zu Säften.
  • Im September schneiden und pflegen wir die Hecken entlang des Hecken-Lehrpfades.
  • Im Oktober ist eine öffentliche Abschlussveranstaltung zusammen mit dem Bürgermeister und den betreuenden Gruppen geplant. Dabei sollen die Ergebnisse der Heckenpflanzung dokumentiert und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zum Kennen lernen der verschiedenen Pflanzenarten beschriften wir Pflanzenschilder. 

Zusätzlich sind Aktionen übers Jahr verteilt für interessierte Kindergruppen, Kindergärten, Familien mit Kindern, Erwachsenen- und Jugendgruppen sowie Urlauber geplant. Dabei ist die Themenwahl beim Heckenprogramm den Teilnehmern freigestellt. Spontane Aktivitäten ergeben sich aus der Gruppenbereitschaft und dem jeweiligen Interessenschwerpunkten. Dieser Bereich ist offen und lässt sich noch nicht klar definieren. Hier kann z.B. das Beobachten einzelnen Tieren zum intensiveren Betrachten anregen.  

Bisher sind ca. 24 Veranstaltungen zum Themenkomplex Hecke kalkuliert.

Methodik
Durch die wiederholte rhythmische Begleitung der angelegten und gepflegten Hecken im Jahreslauf werden vertiefte Erlebnisse und Erkenntnisse im praktischen Tun vermittelt. Methode es sollen Hand Herz und Kopf der Teilnehmer angesprochen werden. Anhand von praktischen Projekten wird die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften und Begleitpersonen gefördert.

Evaluation

Im Oktober gibt es eine Abschlussveranstaltung. Hier werden die Ergebnisse der Projektarbeiten der Öffentlichkeit im Beisein der Presse präsentiert. Dabei wird die Pflanzung der Hecke, das aktive Bearbeiten und die Pflege durch die Programmteilnehmer, die Entwicklung der Hecke über die Jahreszeiten hinweg mit Fotos dokumentiert.
Die Beobachtungsblätter sowie Blüten- und Blätteralbum werden ausgestellt. Die Produkte der Hecke (Säfte, Mus, Marmeladen) können von den Besuchern verköstigt werden.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse soll wiederum neue Interessenten anlocken, die dann im nächsten Jahr am Heckenprogramm teilnehmen.

Es erfolgt eine Befragung der Teilnehmer durch Fragebögen. Was hat die gemeinsame Projektarbeit gebracht? Was war gut? Was war schlecht? Was würde man anders machen?
 
Die Auswertungen und Berichte können anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

Projektumfang - Häufigkeit der Veranstaltungen
Wir wollen unser Projekt „Die Hecke – ein lebendiger Zaun“ mit einer Auftaktveranstaltung im März beginnen. Der Spatenstich soll zusammen mit dem Bürgermeister, dem betreuenden  Förster Hr. Würfl sowie interessierten Bürgern aus der Region stattfinden.

Über das Jahr sollen die verschiedenen Flächen durch die Schulklassen und Vereinsgruppen alle drei bis vier Wochen betreut werden. Dazu gibt es je nach Jahreszeit verschiedene Kursangebote.

Zusätzlich bieten wir für interessierte Familien-, Kinder- und Jugendgruppen mehrere Termine übers Jahr verteilt an, in denen die Besonderheiten der Hecke vermittelt werden sollen.

Im Oktober ist eine Abschlussveranstaltung geplant die eine Dokumentation der Entwicklung der Hecke beinhaltet. Geplant ist eine Veranstaltung zusammen mit der Gemeinde und allen Mitwirkenden.

Umwelt-Pädagogik
Die Angebote richten sich an alle, die Lust haben miteinander aktiv die Umwelt zu erleben und dabei von der und über die Natur zu lernen. Was man mit Menschen erlebt, die man mag und mit denen man verbunden ist, bleibt länger im Gedächtnis. Aktiv die Natur zu schützen, sie zu Beobachten über die Jahreszeiten hinweg und Spaß zusammen mit der Familie, der Klasse oder Freunden zu haben vermittelt etwas Versöhnliches, schenkt das Gefühl der Nähe zur Natur.

Das Thema Hecke wird umfassend betrachtet, Aspekte werden herausgearbeitet, es wird vermittelt, welcher Lebensraum die Hecke bietet. Die Ansätze sind vielfältig und spontan und deshalb kann auch viel gelernt werden.
Durch die Kombination von miteinander Planen, gemeinsam Erleben, selber Handanlegen, Gestalten und aktivem Weitererzählen im Familien- und Freundeskreis entsteht ein idealer Kompetenzerwerb.
Welchen innovativen Charakter hat unser Projekt „Die Hecke – ein lebendiger Zaun“

Das gesamte Projekt findet im Zusammenhang mit der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ statt.

Das Projekt hat einen modellhaften Charakter für den Träger durch den Ausbau des Programmangebotes. Beispielhaft ist ebenso die Betreuung der Teilnehmergruppen über ein Vegetationsjahr hinweg.

Es ist innovativ für die Zielgruppe. Natur ist nicht mehr nur Kulisse. Durch die Betreuung der Hecke über die Jahreszeiten hinweg können die Teilnehmer nachhaltig Erfahrungen über die erlebten Dinge sammeln.

Innovativ für die Region durch die Entwicklung neuer Angebote für einen nachhaltigen Tourismus.

Modellhaft für andere Einrichtungen und Träger durch die Auswertung und Dokumentation der Erfahrungen und Nachahmung des Projektes in anderen Standorten.

Es gibt neue Impulse für die Umweltbildung durch den modellhaften Ausbau und der Vernetzung der Heckenlandschaft in der Region.

 


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July 13. 2016 23:05:07